Handwerkskammer zu Köln
50667 Köln
Sie führen einen Gerüstbauer-Betrieb in Köln? Hier finden Sie alle wichtigen lokalen Kontakte, Wetterdaten und aktuellen Regulierungen für Handwerksunternehmer in der Region Köln.
Ruhige Lage für arbeiten auf dem dach, Böen um 38 km/h.
Gerüstbauer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk, Nummer 11 der Anlage A zur Handwerksordnung; die Handwerkskammer zu Köln führt die Handwerksrolle. Köln hat darüber hinaus eine Regelung, die den Betrieb unmittelbar in die Pflicht nimmt: Den Antrag für ein Gerüst auf öffentlichem Grund stellt die Gerüstbaufirma selbst — nicht der Bauherr, nicht der Architekt. Mindestens 21 Tage vor dem geplanten Aufbau muss er bei den Baustellengenehmigungen am Willy-Brandt-Platz vorliegen. Ein Betrieb, der diese Frist beim ersten Gespräch nennt, hat sie im Kalender. Wer sie nicht kennt, verschiebt den Aufbau um drei Wochen.
Beim Lohn gilt im Gerüstbau eine einheitliche Untergrenze ohne Unterscheidung nach Qualifikation: 14,35 € je Stunde für alle erfassten gewerblichen Beschäftigten, ab 2027 dann 14,90 €. Die Kölner Besonderheit steckt in den Nebenkosten, und sie ist ungewöhnlich gut beziffert. Zur Verwaltungsgebühr von 30 bis 130 € kommt eine Nutzungsgebühr je Quadratmeter und Monat, die mit der Standzeit steigt: 3,60 € in den ersten drei Monaten, 7,70 € ab dem dreizehnten. Ein Gerüst, das ein Jahr steht, kostet an dieser Stelle mehr als das Doppelte eines Gerüsts, das drei Monate steht. Standzeit ist hier keine Nebensache, sondern der Kostentreiber.
Als eigenständige Leistung nicht, als Umfeldmaßnahme schon. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude erkennt Gerüstkosten an, wenn sie nötig sind, um eine geförderte Sanierung fachgerecht auszuführen, und bezuschusst sie mit dem Satz der Hauptmaßnahme — 15 Prozent bei der Gebäudehülle, 20 Prozent mit individuellem Sanierungsfahrplan. In Köln bleibt es dabei: Die Stadt hat ihr Förderprogramm zur Gebäudesanierung eingestellt und nimmt keine neuen Anträge an, eine kommunale Ebene entfällt also. Umso wichtiger ist die saubere Position im Angebot. Das BAFA erkennt keine Sammelposten an — was unter „Sonstiges“ steht, wird gestrichen.